SPÖ St. Georgen
Aktuelles4. August 2026

Warum wir für ein Primärversorgungszentrum eintreten

In der heutigen Kronen Zeitung (4. August, Seite 23) ist ein Artikel zum geplanten Ärztezentrum in St. Georgen erschienen. Die darin dargestellten Fakten entsprechen im Großen und Ganzen dem aktuellen Stand. Eine Aussage müssen wir allerdings richtigstellen: Es entspricht in keiner Weise den Tatsachen, dass „der politische Mitbewerber", gemeint sind wir als SPÖ, Fehlinformationen streut.

Warum wir für ein Primärversorgungszentrum eintreten

Wie es zu den offenen Fragen kam

Anfang Oktober wurde bekannt, dass aus der Ordination Dr. Eibl und Dr. Scherntanner mit 1. Jänner 2026 eine Wahlarztordination wird. Weil damit für viele Menschen ganz praktische Fragen entstanden sind, wohin gehe ich, wer schreibt mich krank, wo bekomme ich meine Medikamente, haben wir zu einem offenen Informationsabend mit der Österreichischen Gesundheitskasse eingeladen: am 26. Jänner 2026 in den Aktiv Rooms im Aktivpark. Über 300 Besucherinnen und Besucher sind gekommen.

Wenige Tage vor diesem Abend war in den Medien zu lesen, ein Primärversorgungszentrum für St. Georgen sei fix zugesagt. Albert Maringer, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse, erfuhr davon selbst erst aus den Medien und stellte an diesem Abend vor allen Anwesenden klar:

„Ich halte ein Primärversorgungszentrum in dieser Region für sehr wichtig und werde mich aktiv dafür einsetzen. Derzeit bestehen jedoch noch keine Beschlüsse oder Verträge."

Auch der Bürgermeister war an diesem Abend anwesend. Seither ist in Gesprächen nur noch von einem „Ärztezentrum" die Rede.

Dass sich viele Menschen seither fragen, was nun tatsächlich kommt, ist verständlich. Diese Fragen sind nicht die Folge unserer Information, sondern der unterschiedlichen Aussagen davor.

Worum es in der Sache geht

In einem Primärversorgungszentrum arbeiten Kassenärztinnen und Kassenärzte im Team mit anderen Gesundheitsberufen, auf Basis eines Vertrags mit der Gesundheitskasse und dem Land. Ein Ärztezentrum ist demgegenüber zunächst ein Gebäude, in dem sich Ordinationen einmieten. Auch dort können Kassenstellen starten, sie können später aber ebenso auf Wahlarztpraxen umgestellt werden. Nur ein PVZ ist vertraglich an die Kassenversorgung gebunden, ein Umstieg auf Wahlarztpraxen ist dort nicht vorgesehen.

Genau diesen Unterschied haben wir erklärt, und er ist für die Menschen in St. Georgen entscheidend. Mehr haben wir nicht getan. Zusätzlich haben wir die Landespolitik und die OÖ Gesundheitskasse um mehr Unterstützung ersucht. Das ist unsere Aufgabe im Interesse der Bevölkerung.

Ein Punkt sei ergänzt: Ein Primärversorgungszentrum können die Ärztinnen und Ärzte nicht allein beschließen. Dafür braucht es die Zustimmung und die Verträge der Gesundheitskasse und des Landes Oberösterreich.

Was wir ausdrücklich begrüßen

Auch ein Ärztezentrum wäre eine Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation. Und dass im Provisorium ab Jänner 2027 Kassenärztinnen und Kassenärzte arbeiten sollen, ist eine gute Nachricht. Ein PVZ wäre aber die bessere und vor allem die dauerhaftere Lösung. Die Gesundheitskasse selbst hält es für die Region für sehr wichtig, und genau deshalb setzen wir uns weiter dafür ein.

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